Superfoods sind LEBENSmittel, die uns mit wichtigen Nährstoffen versorgen, damit wir ungestört funktionieren können und gesund bleiben. Wichtig wie immer im Leben: Das richtige Maß ist entscheidend! Eine Unterversorgung macht uns über einen längeren Zeitraum genauso krank wie ein Zuviel an Nährstoffen. Unsere einheimischen Superfoods sind regional, saisonal, vor allem gesund und trendunabhängig.

Warum ist Superfood das neue Zauberwort?

Vor ein paar Jahren haben sie sich aus dem Nichts auf deutschen Tellern etabliert. Laut Wikipedia ist der Begriff Superfood erstmal ein Marketingbegriff, der Lebensmittel mit heilsversprechenden Gesundheitsvorteilen beschreibt.

Dieses Wort würde ich gerne ent-anglisieren. Wenigstens inhaltlich umbesetzen, weil es mit etwas assoziiert wird, was irreführend und nicht gut ist. Weder für die Umwelt noch für uns.

Naturgesetze sollten einfach respektiert werden. Das Lebensmittel-Marketing hat ‚zig Grenzen gesprengt, sodass kaum noch jemand  durchsteigt.

Exotische Lebensmittel aus fernen Ländern brauchen wir nicht!

Matcha-Tee aus Asien, Acai-Beeren aus Süd-Amerika, Chia-Samen aus Mexiko, Aroniabeeren aus Osteuropa, Gojibeeren aus China. Auch der tropischen Ananas aus Südostasien oder Togo und der Kiwi aus Neuseeland werden wahre Wunderwirkungen nachgesagt. Dadurch können sie lukrativ verkauft werden.

Leider werden sie zu aufwändig und umweltschädigend zu uns transportiert. Gesunde Züchtungen überleben die langen Reisewege eh nicht! Mehr Gedanken dazu habe ich mir hier gemacht: Das Maß aller Dinge – oder warum der Mensch ist, was er isst

Ich habe es ja mit dem ‚Im Lande bleiben und mich redlich ernähren‘. Vielleicht braucht das Kind einen neuen Namen: Nährstoffwunder? Gesundheitsbomben? Supernahrungsmittel? Superhypermegaultrafood? Oder einfach nur gesundes Essen.

Egal. Hauptsache saisonal und regional, möglichst natürlich gezüchtet, frisch, farbig, frei von Trends und PR-wirksamen philosophischen Gedanken. Nur dann ist gesund essen möglich.

Was bedeutet eigentlich Regional?

Bestenfalls wachsen diese Superfoods im eigenen Garten, auf dem Bauernhof, am Ortsrand, in der näheren Umgebung oder in freier Natur kostenlos vor der Haustür.

Die Bezeichnung Regional ist nicht festgelegt und Ermessenssache. Der Begriff ist daher dehnbar und kann bedeuten, dass die Lebensmittel aus einer Entfernung von 20, 50 oder 150 Km kommen. Für mich als Norddeutsche ist in der Regel auch der ganze norddeutsche Raum in Ordnung. Bestimmte Lebensmittel aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland sind streng genommen aus fremden Regionen. Bei anständiger Züchtung und Anbau sind sie bedingt in der heutigen Zeit trotzdem akzeptabel.

Bärlauch

1. Wertvolle Inhaltsstoffe im Bärlauch..

.. sind Lauchöle, organische Schwefelverbindungen, Vitamine, Mineralstoffe, Eisen und Schleim.

Der aromatische Bärlauch wirkt entgiftend und eignet sich ideal für eine Frühjahrskur. Nach den langen Wintermonaten können Darm und Stoffwechsel durch den Bärlauch wieder zu mehr Leistung angeregt werden. Das Lauchgewächs wirkt erhöhten Bluttfettwerten entgegen, beugt altersbedingten Gefäßerkrankungen vor und stärkt insgesamt das Immunsystem. Bärlauch schmeckt ähnlich wie Knoblauch lecker frisch als Pesto, in Salaten, Suppen oder Kräuter-Quark.

Holunder

2. Duftende Holunderblüten

Holunder wurde seit alters her als Apotheke im Garten in Form von Blüten und Beeren bezeichnet und als Tee oder Saft nicht nur bei Erkältungen getrunken. Ein Sirup aus Holunderblüten ergibt ein besonderes Aroma im Aperitif, Sekt, Prosecco, Champagner oder Weißwein.
Erfrischende Holunderblüten-Limonade: Mit Selter aufgegossen, mit einigen Zitronenscheiben, Eiswürfeln und Minzblättern garniert.

Tee aus Holunderblüten stärkt den Kreislauf, reinigt das Blut, regt den Stoffwechsel an, wirkt sich positiv auf die Verdauung aus und regt die Nierentätigkeit an.

Frischer Babyspinat

3. Frische grüne Spinatblätter

Die Erntezeit vom frischen Frühlings-Spinat dauert von April bis Juni. Frischer Spinat ist sehr gesund. Das Blattgemüse enthält wichtige Nährstoffe wie Eiweiß, Vitamine A, B, C, E, Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium, Natrium, das Spurenelement Eisen und sekundäre Pflanzenstoffe.

Damit die wichtigen Nährstoffe erhalten bleiben, sollte darauf geachtet werden, die zarten Blätter des Spinat nur kurz in kaltes Wasser zu tauchen. Die empfindsamen Spinatblätter sollten anschließend schonend gedämpft, gedünstet und nicht zerkocht werden. Roher Verzehr in Form von Smoothies und Salaten ist wegen der enthaltenen Oxalsäure nur in ganz geringen Mengen empfehlenswert. Der Nitratgehalt im Spinat reduziert sich beim Erhitzen von über 70 Grad.

Wenn Sie Spinat in Aluminium- oder Gußeisenptöpfen zubereiten, kann er sich durch Oxidation braun verfärben.

Wildkräuter

4. Tausendsassa junge Wildkräuter

Ob frische Brennnesselblätter, Löwenzahnblätter- und Blüten, Gänseblümchen, Gierschblätter, Sauerklee oder Vogelmiere – jedes Kraut für sich mit den typischen Nährstoffen ist ein wahrer Tausandesassa und pusht das durch den langen Winter geschwächte Immunsystem.

Diese unverfälschten Wildkräuter versorgen uns mit wertvollem Eiweiß, Vitaminen, Spurenelementen, Minralsalzen, ätherischen Ölen, sekundären Pflanzenstoffen und Enzymen. Die Frühlingstriebe werden ab März frisch als Kräutergewürz, Kräuterbutter, Gemüse, Salat, Tee, Sirup oder für eine Suppe verwendet.

Die Blätter der Wildkräuter können auch wie Spinat oder Mangold verarbeitet werden. Frisch geerntet schmecken sie eher milde als scharf und eignen sich hervorragend in der Pestozubereitung, in Smoothies oder klein gehackt auf’s Butterbrot. Löwenzahnblüten können zu Kapern verarbeitet werden. Mischen Sie die Kräuter wild durcheinander – der Geschmack wird Sie überzeugen.

Spargel

5. Frischer Spargel

Der grüne und weiße Spargel wird ab Mitte April geerntet und ist bis zum 24. Juni das beliebteste Gemüse in dieser Zeit. Kein Wunder, denn Spargel ist vielseitig verwendbar, kalorienarm und schmeckt fantastisch.

Spargel enthält neben über 90% Wasser vor allem Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Durch den hohen Nährstoffgehalt stärkt Spargel das Immunsystem enorm. Schon Hippokrates soll die getrockneten Wurzeln des Spargels als harntreibende Medizin genutzt haben.

Aus Spargel lassen sich köstliche Spargelcremesuppe, gemischte Salate, Spargel-Gemüse mit Soßen, Salzkartoffeln und Schinken, Spargel mit Rührei, als Auflauf u.v. mehr zubereiten.

Ich kaufe unseren frischen Spargel im nahe gelegenen Hofladen von Gut Kuhla, beim Spargelhof Werner oder deutschen Bio-Spargel im Denns Biomarkt .