Wenn die Familie oder Freunde zum Oster-Besuch kommen, rundet für mich ein Gläschen selbstgemachter Eierlikör die perfekte Kaffeetafel ab. Aber auch, wenn Sie eingeladen sind und noch überlegen, was Sie mitbringen können: So ein kleines Fläschchen Selbstgemachtes mit einem hübsch verzierten Etikett kommt immer gut an.

Zutaten für knapp 600 ml

  • 6 Eier
  • 200 g Puderzucker
  • 200 g süße Sahne
  • 300 ml weißer Rum, Korn, Weinbrand oder Gin

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Zubereitung von Eierlikör

1. Das Kochgeschirr, die Zutaten und die Fläschchen bereit stellen.

2. Eine Metallschüssel und einen entsprechend großen Kochtopf für ein Wasserbad* vorbereiten.

3. Die Eier trennen und das Eigelb mit dem Puderzucker in die Metallschüssel geben.

4. Mit einem Schneebesen über dem heißen Wasserbad das Eigelb mit dem Puderzucker langsam zu einer cremigen Masse kräftig aufschlagen.

5. Nach und nach erst die Sahne und dann den Alkohol unterrühren.

6. Den Eierlikör noch warm (am besten mit Hilfe einer Schöpfkelle und durch einen Trichter) in saubere Fläschchen füllen und die Fläschchen sofort verschließen.

So bereiten Sie ein Wasserbad zu

Für ein Wasserbad einen größeren Kochtopf fast zur Hälfte mit Wasser füllen und erhitzen, das Wasser aber nicht kochen lassen. Nun die Zutaten in einer passenden am Boden am besten abgerundeten Metallschüssel oder einen nächst kleineren Kochtopf zum Schmelzen geben, den Topf in das Wasserbad stellen oder einhängen und die Masse mit einem Schneebesen kräftig verrühren.

 Mein Tipp für Eierlikör

Die Eigelbmasse wird zum Emulgieren im Wasserbad nur leicht erhitzt, sie sollte nicht kochen.
Um die Gefahr von Salmonellen auszuschließen, ist ein hochprozentiger Alkohol wichtig. Ich habe hier Weinbrand mit 36 % und puren Alkohol mit 96 % je zur Hälfte verwendet. In den meisten Eierlikör-Rezepten findet man noch eine Auflistung von unterschiedlichsten Gewürz-Zutaten wie Kakao, Muskat, Vanille, Zimt usw.. Das entscheidet letztendlich der Geschmack. Ich finde allerdings, der Eierlikör kommt sehr gut ohne aus.

Das Eierlikörfläschchen vor dem Servieren einmal kurz durchschütteln, denn der Eierlikör wird in der Konsistenz mit der Zeit noch etwas sämiger und setzt sich ab. Der Eierlikör hält sich im Kühlschrank mindestens mehrere Wochen.

Der traditionelle Eierlikör ist sehr vielseitig: In den sechziger und siebziger Jahren des letzten Jahrhundert fehlte der cremige Likör auf keinem Damen-Kaffeekränzchen.

Sehr beliebt ist der Eierlikör nach wie vor als Tortenfüllung oder im Kuchen verarbeitet. Nicht nur zu Ostern ist der Eierlikör wieder salonfähig in Cocktails, zu Eis und Pudding oder auf einer Sahnehaube im Cappuccino. In kleine Fläschchen abgefüllt und hübsch verpackt ist der Likör ein süßes kleines Mitbringsel.

Das Gelbe vom Ei: Das rohe Eigelb hat es ganz schön in sich. Pro 100 g enthält es immerhin knapp 350 Kalorien. Eigelb hat einen relativ hohen Fett- und Cholesterin-Anteil. Das Eigelb ist sehr reichhaltig an Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen. Außerdem verfügt es über fast alle Aminosäuren und enthält nur wenige Kohlenhydrate. Eierlikör ist also fast gesund, wären da nicht der Alkohol und der Zucker…

Das übrig gebliebene Eiweiß lässt sich leicht einfrieren oder es wird am besten gleich zu Kuchen mit einer Baiserhaube, zu Makronen, einer Pavlova oder zu einem Eiweißkuchen verarbeitet.

Eierlikör mit Brause

Wir (größeren) Kinder durften früher ausnahmsweise (!) ein Schlückchen Eierlikör mit weißer oder gelber Brause aufgefüllt an Feiertagen schnabulieren. So köstlich.