Wo wächst der Giersch?

Der Giersch mit dem botanischen Namen ‚Aegopodium podagraria‘ wächst in feuchten und schattigen Lagen an Wegrändern, Bachufern, im Wald, auf Wiesen und in Hausgärten. Giersch vermehrt sich stark über die Wurzelausläufer. In Ziergärten ist das Dreiblatt als lästiges Unkraut bekannt und lässt sich nur ungern vertreiben. Dabei kann man es unkompliziert in der Küche verwenden. Wichtig ist nur ein unbelasteter Standort.

Das mild pikant schmeckende Wildkraut ist leicht durch die typischen drei Blätter zu erkennen. Das Kraut hat einfache, große und gezackt gegliederte Blätter. Die Stängel sind kantig und hohl. Die weißen Blüten des Giersch ab Mai erinnern an die wilde Möhre, die zur selben Pflanzenfamilie gehört.

Giersch sammeln und verwenden

Die Blüten und Blätter des Doldenblütlers können schon im zeitigen Frühjahr für eine Teezubereitung gesammelt werden.
Für einen frischen Salat erntet man die jungen, gelbgrünen, glänzenden Dreiblätter vom Frühjahr bis zum Herbst. Für einen Smoothie mit Obst oder Gemüse eignen sich auch die festen Blätter fast das ganze Jahr hindurch.

Die älteren Blätter schmecken intensiver und eignen sich für eine Spinatzubereitung oder ein delikates Giersch-Pesto. Fein geschnitten kann das Kraut in Suppen und Soßen, für Salate, in Kräuterbutter, für Kartoffel- und Gemüsegerichte, Bratlinge und auch als Brotbelag genutzt werden.

Getrocknete Blätter können im Mörser zu feinkörnigem Pulver verarbeitet werden, das sich über den Winter zum Beispiel als Kräutersalzmischung bis zum nächsten Frühjahr hält. Auch getrocknete Samen, über das Müsli gestreut, bereichern die tägliche Ernährung als natürliche Nahrungsergänzung.

Was der Giersch kann

Diese Heilpflanze, auch als Gichtkraut bekannt, ist eines der wertvollsten Wildkräuter für eine gesunde Ernährung.

Giersch fördert den Stoffwechsel, die Verdauung, stärkt das Bindegewebe und unterstützt den Muskelaufbau. Eine ideale Supplementierung, nicht nur für Sportler und Figurbewusste.

Weiter neutralisiert Giersch die Gifte im Körper, löst Harnsäure, entwässert und wirkt antirheumatisch und entzündungshemmend.

Bei rheumatischen Beschwerden kann man aus den frisch geernteten und geschnittenen Blättern einen Brei rühren, den man dann äußerlich auf die betroffene Schmerzstelle legt. Auch ein Sud als Badezusatz wirkt unterstützend.

Inhaltsstoffe

Der Giersch enthält Vitamin A, Vitamin C, Mineralstoffe und Spurenelemente wie Eisen, Kalium, Kalzium, Kieselsäure, Kupfer, Magnesium, Mangan und Zink, ätherisches Öl, sekundäre Pflanzenstoffe wie Cumarin, Flavonolglykoside, Kaffeesäure und chemische Verbindungen wie Hyperosid, Isoquercitrin, Phenolcarbonsäure und Polyine.

Schnelles Gierschpesto

Eine Hand voll Gierschblätter pflücken, kurz abspülen und mit kaltgepresstem Bio-Olivenöl nach Bedarf, einigen Sonnenblumenkernen und etwas Salz in einem Mixer sämig pürieren. Es schmeckt köstlich dünn bestrichen auf frischem Bauernbrot.

Tee aus Gierschblättern

Zur Zubereitung eines milden und wohlschmeckenden Tees reichen pro Tasse einige wenige Gierschblätter, die kurz abgespült und mit abgekochtem Wasser überbrüht werden. Den Aufguss 10 Minuten ziehen lassen und abseihen.

Frischkräuter

Eine Hand voll Blätter abknipsen, abspülen, fein hacken und wie Petersilie einfach über das Essen streuen.
So wird jedes auch nicht so gesunde Essen mit einer Extraportion Vitalstoffen aufgewertet.