Meine Küche

Kochen ist meine Leidenschaft, seit ich denken kann und ich liebe einfach alles, was damit zu tun hat. Die Küche ist der lebendigste Raum im Haus und er bedeutet mir viel mehr, als nur ein nüchterner Ort der Zubereitung von Lebensmitteln.

Ich bevorzuge die Produkte aus meinem regionalen Umfeld: Obst, Gemüse, frische Kräuter und Wildkräuter aus dem eigenen Garten und aus dem norddeutschen Raum. Getreide und Hülsenfrüchte aus Deutschland oder den Nachbarländern. Regionale Fleischangebote gibt es zum Glück wieder vermehrt. Ich bin, seitdem ich selber über das, was ich esse, entscheiden kann, Vegetarierin.

Für meine Familie koche ich seit ungefähr 25 Jahren fast ausschließlich vegetarisch. Ich setze auf Bio, wobei ich heute noch genauer hinschaue, was überhaupt echt-bio ist und woher es kommt. Ich meide genmanipulierte Produkte und chemische Zusatzstoffe. Soweit ich es kann, achte ich auf Transparenz der Liefer- und Herstellungsprozesse. Und sollte ausnahmsweise Fleisch oder Fisch auf den Tisch kommen, dann sicher nicht aus Massentierhaltung.

Das Nachvollziehen der Herkunft und Züchtung der Zutaten und die Entwicklung bis zu meiner Küche halte ich für ausgesprochen wichtig. Mir ist die Küche meiner Heimat, meiner Kindheit am liebsten – dem heutigen Wissensstandard angepasst. Nach zwei früheren Exkursen in Großküchen in Nord-und Süddeutschland bevorzuge ich allemal die Philosophie der privaten Küche.

Vollwertige, vitalstoffreiche Lebensmittel in möglichst naturbelassener Qualität und in kurzen Arbeitsschritten zubereitet, die uns nähren und viele Krankheiten überflüssig machen. Gesundheit hat auch etwas mit bewusstem Handeln zu tun und fängt spätestens in der Küche an.

Lieblingsrezepte in Kochbuch auf weiß isoliert

Bei Fertigprodukten und Großküchenessen übergebe ich die Verantwortung und Kontrolle für mein Wohlbefinden und meine Gesundheit an Fooddesigner, an die vielschichtige Industrie und andere Zuständige. Es geht um lukrative Verkaufbarkeit, Praktikabilität, Haltbarkeit, Aussehen und manipuliertem Geschmack. Ein gesundheitlicher Aspekt wird uns vorgetäuscht. Die ursprüngliche, gesundheitliche Versorgung durch Lebensmittel steht hier nicht zur Verfügung!

Unsere Vorfahren haben ihre biologisch wertvollen Lebensmittel ganz selbstverständlich durch ihre Sinne nachvollziehen können. Der große Respekt und die Wertschätzung vor der Qualität ergab sich durch den anstrengenden Anbau, die Haltung, die unsichere Ernte und die arbeitsintensive Verarbeitung von selbst.

Mit Liebe selbst zubereitetes Essen und regelmäßiger Genuss in vertrauter, ruhiger Atmosphäre ist ein Segen. Es bleibt die Verantwortung uns, unseren Kindern und unserer Umwelt gegenüber. Mit gutem Essen die Seele berühren, darauf lege ich Wert. Schließlich geht nicht nur die Liebe durch den Magen, sondern auch die Gesundheit.

„Eine gute Küche ist das Fundament allen Glücks.“ (Auguste Escoffier, 1846-1935)