Der Begriff Hygiene geht auf die griechische Schutzgöttin für Gesundheit Hygieía zurück.

Mangelnde Küchen-Hygiene kann krank machen. Sauberkeit gehört dazu, um die Verbreitung von krankmachenden Keimen und Bakterien zu verhindern und sich vor Krankheiten zu schützen.
Lebensmittelbedingte Erkrankungen kommen in privaten Küchen und Haushalten auch heute noch nachgewiesenermaßen in hohen Ausmaßen vor und werden stark unterschätzt. Besonders immungeschwächte Personen, Ältere, Kinder und Schwangere sind gefährdet.

Folgende 10 Regeln und Tipps helfen dabei, für eine gute Küchen-Hygiene zu sorgen und durch Sauberkeit Keime und Erreger auf ein gesundes Maß zu beschränken.

Beim Einkauf fängt die Küchen-Hygiene an

Achten Sie beim Einkauf auf einwandfreie Verpackungen und frische Zutaten.
Die Kühlkette darf möglichst nicht unterbrochen werden. Deshalb verderbliche und tiefgekühlte Lebensmittel erst zum Schluss einkaufen. Praktisch sind Kühltaschen, zuhause können diese Lebensmittel dann sofort in den Kühl- oder Gefrierschrank einsortiert werden.

Saubere Lebensmittel

All zu oft verlassen wir uns auf die Qualität der gesetzlichen Anforderungen für die Lebensmittelherstellung und Verarbeitung. Dennoch gilt, frische Lebensmittel immer vor der Zubereitung oder dem Verzehr gründlich zu säubern. Ungewaschene Lebensmittel sollten von sauberen getrennt gehalten werden. Leicht verderbliche Lebensmittel sollten nach dem Öffnen der Packung umgefüllt und rasch verbraucht werden. Verfallsdaten sind immer zu berücksichtigen.
Tiefkühlkost taut man am besten im Kühlschrank auf. Aufgetaute Lebensmittel sollten nicht in der Flüssigkeit liegen. Aufgetautes nicht wieder einfrieren. Vorräte regelmäßig auf Schädlinge und Schimmel kontrollieren.

Küchen-Hygiene beim Kochen

Das A&O einer guten Küchen-Hygiene ist das gründliche Händewaschen vor dem Zubereiten des Essens, sowie das Reinigen der Arbeitsmittel und das Putzen der Arbeitsflächen auch zwischen den Arbeitsschritten. Auf sorgsame Sauberkeit der Lebensmittel ist zu achten, insbesondere bei der Fleisch- und Fischverarbeitung. Wichtige Faktoren wie Gardauer und Warmhaltetemperaturen sind zu bedenken. Vorsicht bei Husten, Niesen und Wunden.

Luftige Brotaufbewahrung

Brot gehört nicht in den Kühlschrank und sollte trocken und in belüfteten Behältern wie einen Brotkasten aufbewahrt werden. Den Brotkasten alle zwei Wochen mit Essigwasser auswaschen. Krümel regelmäßig entfernen und das Brot genau auf Schimmel kontrollieren.

Küchentücher regelmäßig wechseln

Wischtücher sind reine Keimschleudern und sollten idealerweise täglich ausgetauscht werden. Auch Geschirr-und Handtücher sind keimbelastet und sollten je nach Benutzung alle zwei Tage gewechselt und mindestens bei 60 Grad, besser bei 95 Grad gewaschen werden.

Beschädigte Holzbrettchen ersetzen

Die antibakteriellen Wirkstoffe im Holz nutzen mit der Zeit ab und hinterlassen Schnittspuren auf der Oberfläche, auf denen sich Keime tummeln können. Für rohe tierische Lebensmittel sollte man ein gesondertes Brett benutzen. Holzbretter lassen sich einfach unter 60 Grad heißem Wasser mit Essig, Soda oder Salz leicht abbürsten. Hin und wieder kann man trockene Bretter mit Speiseöl imprägnieren. Holzbretter gehören nicht in die Spülmaschine. Stark angekratzte Bretter sollten besser aussortiert werden.

Spülmaschine richtig bedienen

Vor dem Einräumen von benutztem Geschirr sollten grobe Speisereste unter fließendem Wasser im Spülbecken vorgereinigt werden, um die Wasserverteiler nicht zu verstopfen.
Das Schmutzsieb, die Türdichtung und besonders die Sprüharme sollten einmal in der Woche gereinigt werden. Muffige Gerüche lassen sich einfach unterbinden, indem man etwas Natronsalz auf den Maschinenboden streut. Nur die sachgemäße Bedienung garantiert sauberes Geschirr.

Die Kühlschrank-Hygiene

Die Reinigung des Kühlschrankes zur Küchen-Hygiene erfolgt meist nach Bedarf. Am besten wird er alle vier bis acht Wochen gründlicher gereinigt. Hier sollten nur einwandfreie Lebensmittel lagern, um Schimmelbildung und Keimentwicklung zu vermeiden. Die sachgerechte Aufbewahrung und Verpackung bei einer Temperatur von 7 Grad ist von entscheidender Bedeutung für eine gesunde Versorgung. So gehören offene und lose Lebensmittel in entsprechende Aufbewahrungsbehältnisse.

Hausmüll richtig entsorgen

Eine nachlässige Beseitigung des Abfalls kann eine Brutstätte für Schädlinge werden und somit das Gegenteil einer guten Küchen-Hygiene. Speise-und Abfallreste trennen, in abgedeckten Behältern verschlossen halten und jeweils rasch entsorgen.

Der saubere Küchenboden

Auf dem Küchenboden sammeln sich schnell Krümel und andere Lebensmittelreste, Staub und auch anderer grober Schmutz. Bei häufiger Nutzung und Zubereitung mehrerer Mahlzeiten ist es ratsam, einmal täglich die Küche zu fegen oder zu saugen und mindestens einmal pro Woche gründlich zu wischen.