Schon in vorchristlichen Zeiten und auch in der mittelalterlichen Medizin wurden dem Apfel wichtige und sehr wirkungsvolle Heilkräfte zugedeutet.

Die damaligen Apfelsorten dürften sich allerdings von den heutigen Züchtungen nicht nur im Geschmack unterscheiden.
Der Kulturapfel in der Pflanzengattung der Kernobstgewächse gehört zur Familie der Rosengewächse. Er ist wohl das weltweit bekannteste Obst und wirtschaftlich sehr bedeutend. (Latein: Malus domestica)

Wie wirken Äpfel gegen Krankheiten?

Der regelmäßige Verzehr von Äpfeln verringert das Risiko, an Herz- und Gefäßerkrankungen, Asthma und Lungenfunktionsbeschwerden, Diabetes Mellitus und Krebs, insbesondere Darmkrebs zu erkranken. Frische Äpfel regen den Stoffwechsel an, reinigen das Blut und regulieren das Wachstum der gesunden Darmflora. Regelmäßiger Apfelverzehr beugt Rheuma, Gicht und Arteriosklerose vor. Ein Apfel als natürliche Arznei vor dem Schlafengehen kann für einen erholsamen Schlaf sorgen. Durch den Ballaststoff Pektin sättigt der Apfel ausreichend und unterstützt so eine gute Figur.

Wertvolle Inhaltsstoffe der Äpfel

Das regelmäßige Essen von Äpfeln hilft gegen Durchfall und Verstopfung gleichermaßen. Dafür sind vermutlich die in Äpfeln enthaltenen Pektine und sekundären Pflanzenstoffe wie Polyphenole, Catechine und beispielsweise Quercetin, verantwortlich. Vitamin A, Vitamin B, Vitamin C, Vitamin E, Spurenlelemente wie Jod, Zink und Kupfer, Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium, Kalzium, Natrium und Kalium, Fruchtsäuren, Lävulose, Dextrose, Apfelsäure, Milchsäure, Oxalsäure, Gerbsäure, Salizylsäure, Phosphor und Wachs machen den Apfel unschlagbar. Ein Apfel besteht zu 85 % aus Wasser und hat je nach Größe etwa 60 Kalorien.

Die Verwendung von Äpfeln

Natürlich sollte man mindestens einen Apfel am Tag frisch genießen. Fast alle Sorten eignen sich für die Weiterverarbeitung in Form von Säften, Musen, Smoothies, Gelees, Weine und Liköre, Essig, Salate, zum Backen und getrocknet als Backobst und Chips. Frische Apfelblätter ergeben einen stoffwechselfördenden Tee und die jodhaltigen* Apfelkerne versorgen die Schilddrüse. Unter der Apfelschale sitzen die meisten Nährstoffe. Bis auf den Stengel ist der ganze Apfel essbar.

„An apple a day keeps the doctor away.“ (Sprichwort)

Der Spruch hat seine Gültigkeit nicht verloren, ganz im Gegenteil müsste es heißen „some apple a day..“.
Ältere Sorten wie z.B. der Boskoop, Gravensteiner, oder der Finkenwerder Herbstprinz können ohne allergische Reaktion genossen werden im Gegensatz zu den neueren Züchtungen, die im Supermarkt angeboten werden.

Dafür werden die sekundären Pflanzenstoffe verantwortlich gemacht. Die Polyphenole machen die allergenen Stoffe im Apfel unschädlich. Sie bewirken, dass Äpfel zwar aromatisch, aber nicht so süß schmecken. Äpfel mit einem höheren Polyphenolgehalt lassen sich nicht so lange lagern und das Fruchtfleisch verfärbt sich beim Schälen und Aufschneiden schneller.

Der Handel bietet Äpfel an, die weltweit produziert werden. Mit negativen Konsequenzen – deshalb sollte man unbedingt auf das einheimische Angebot von Äpfeln in natürlicher Qualität zurückgreifen.
Nicht zu unterschätzen für die Gesundheit: Durch einfaches Abspülen mit Wasser oder Abreiben mit einem Handtuch lassen sich die meisten Ablagerungen von Umweltschadstoffen aus der Luft beseitigen.

* Vorsicht bei Schilddrüsenmedikamenteneinnahme.

 

Info
Diese Angaben und Informationen werden nach meinen Erfahrungen und nach meinem bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschließlich für Interessierte gedacht und nicht als Therapieanweisungen zu verstehen. Ich übernehme keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt durch die Verwendung der Angaben entstehen. Bei einer Erkrankung konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.