Zum Erntedank

Wie ihr wisst, verbinde ich meine fast täglichen durch die Wallachei-Läufe praktischerweise mit dem Sammeln von Wildkräutern, Blüten, Beeren und Co. (Zum Glück ist die Saison bald vorbei, denn ich bin wegen dem Stop-rupf-and-go fast ein wenig aus dem Takt gekommen) Dieses Mal habe ich mich nach herumliegenden Ästen von abgebrochenen Baumstämmen umgesehen.

Häufig gibt es in den Geschäften ja super hübsche Tischdekorationen den Jahreszeiten entsprechend, die aber in ihrer Perfektion manchmal langweilig aussehen können. Selbstgemacht ist selbstgemacht.
Ich bastel heute unsere Tischdeko kinderleicht aus dem einfachen braunen Naturholz. Ein Hingucker mit selbstgemachtem Charme. Dazu braucht man nur einfache Materialien und der Geldbeutel freut sich auch noch.

Material

Je nach Tischgröße 20-30 gleichgroße Äste
eventuell Garn, Silberdraht oder Bänder
Beeren von Schlehen, Eberesche und Hagebutte, Efeu-Blätter, Bucheckern, Kastanien, Eicheln
Baumschere

So geht’s

Es eignen sich alle geraden Äste von Buchen, Obstbäumen, oder auch von Weidenkätzchen, die ich hier verwendet habe. (Die Kätzchen eigentlich nur aus dem eigenen Garten, denn sie stehen unter Naturschutz).
Die im Durchmesser etwa gleich dicken Äste in 20-30 cm Länge schneiden. Eventuelle kleine Abzweigungen abschneiden oder mit Schmirgelpapier anschleifen.

Nebeneinander locker auf die Mitte des Tisches legen, so dass noch ausreichend Platz für das Geschirr, die Gläser und das Besteck bleibt. Man kann die Stöckchen auch mit hübschen Bändchen miteinander fixieren, so dass sie nicht hin und her rutschen können.
Dann darauf locker die herbstlichen Früchte und Blätter verteilen.

Zu meiner freudigen Überraschung fand ich vor ein paar Wochen auf unserem Friedhof ein entzückendes kleines Vogelnest, das aus der großen Eiche nebenan auf die Buchsbaumhecke gefallen sein musste. Es sah aus wie gemalt und war vollständig erhalten. Leider ist es inzwischen etwas verblasst. Ich konnte nicht widerstehen und habe es mit nach Hause genommen, dann auf eine kleine versilberte Vase gelegt, natürlich dekoriert und auf die Mitte des Tisches platziert. Mir gefällt der Kontrast zwischen dem ‚guten‘ Geschirr und der robusten herbstlichen Dekoration sehr gut.

„Wer auf den Wind achtet, der sät nicht, und wer auf die Wolken sieht, der erntet nicht.“(A.T.)