Noch vor 30 Jahren wurde diese Krankheit von Medizinern noch umschrieben mit den Worten ‚endogenes oder atopisches Ekzem‘, der Schuppenflechte ähnlich. Sie war relativ unbekannt. Die Neurodermitis ist nur eine der vielen Volkskrankheiten der heutigen Zeit, eine Reaktion auf falsche Lebensführung und schädliche Einflüsse.

Die Haut ist chronisch entzündet und reagiert mit Rötungen, Schuppung, Juckreiz, Bläschenbildung, Nässen und Verkrustungen sowie Trockenheit. Die betroffenen typischen Hautstellen sind Ellenbogen, Kniekehlen, Gesicht, Hals, Handgelenke, es können aber auch je nach Alter andere Partien belastet sein.

Wie bei anderen allergischen Erkrankungen ist die Neurodermitis eine Abwehrmaßnahme. Der Körper versucht als letzte Möglichkeit, Gifte über die Peripherie loszuwerden, um die lebenswichtigen Organe zu schützen. Die Betroffenen zerkratzen die juckenden Hautstellen, bis die Säuren über die Sekrete austreten können, erst dann tritt Erleichterung des Juckreizes ein. Sogenannte Schubauslöser können die Haut zum Blühen bringen, das kann den Alltag der Betroffenen sehr schwer beeinträchtigen.

Ursachen

Neurodermitis ist u.a. eine Reaktion auf denaturierte, nährstoffarme Lebensmittel, die mit Rückständen von Pestiziden und Insektiziden, E-Nummern und anderen Konservierungsmitteln, zuviel Bestrahlung, Begasung und weiteren künstlichen Nahrungsmittelzusätzen belastet sind.

Der lange Weg von der Erzeugung über die Verarbeitung bis zum Teller zerstört Nährstoffe und wirkt sich zusätzlich schädlich aus.

Um das Immunsystem nicht weiter unnötig zu belasten, sollten Betroffene daher Lebensmittel wie Milch- und Milchprodukte, Fleisch, Wurst, Getreideprodukte, Genußgifte wie Kaffee, Schwarztee, Alkohol, Nikotin und alle anderen Drogen, säurebildende Lebensmittel wie z.B. scharfe Gewürze, Industriezucker, Fastfood und andere industriell hergestellte Produkte auf ein Minimum reduzieren oder meiden.

Schädliche Umwelteinflüsse, Autoabgase, Elektrosmog, giftige Ausdünstungen und Absonderungen aus Mobiliar, Fahrzeugen, Spielzeugen, Metallen, Kunststoffen, etc., gechlorte Schwimmbäder, Rauch, künstliche Lufterfrischer, trockene Heizungsluft, Staub, Milben, Schimmel, künstliche Körperpflegemittel und Parfums, chemische Reiniger und Putzmittel, Nebenwirkungen von Medikamenten, einigen Impfungen, Überanstrengung, magelnde Bewegung, fehlende Frischluft, zu kalte Luft, Übergewicht, Lieblosigkeiten, Schlafmangel und insbesondere Stress, Unfriedenheit und Hektik sind Angriffe auf jede Zelle.

Bei Babys und Kleinkindern ist die Ursache der Vergiftung u.a. schon bei der Mutter zu finden. Auch ist häufig eine genetische Disposition beider Eltern (Trockene Haut, Allergiebereitschaft, schwaches Immunsystem) gegeben.

Neurodermitis-Behandlung der Schulmedizin

Die Schulmedizin versucht im langwierigen Procedere, den Auslösern auf den Grund zu gehen. Bis dahin werden vermeintlich niedrig dosierte entzündungshemmende Kortisonpräparate  als erstes Mittel eingesetzt, obwohl sich die Wirkung von Kortison einige Jahre später ins Gegenteil kehrt!

,,Äußerlich angewendet sind keine Nebenwirkungen zu befürchten. Kortison sollte nicht dauerhaft, sondern nur bei akuten Schüben, in niedrigen Dosierungen und nicht im Gesicht verwendet werden. Ansonsten kann man mit feuchten Verbänden aus schwarzem Tee und mit antibiotisch wirkenden Salben mit Desinfektionsmitteln behandeln. Mit diesen Maßnahmen werden die Säuren zurück gedrängt.“ (Quelle unbekannt)

,,Der Teufel kann nicht mit dem Beelzebub ausgetrieben werden.“ (Bibelzitat)

Die Medikamente bekämpfen die Symptome und die Ursachen von Neurodermitis werden nicht beseitigt. Die Nebenwirkungen sind auf lange Zeit verheerend!

Neurodermitis

Vorbeugung von Neurodermitis

Ungeborene werden während der Schwangerschaft im Mutterleib mit allen Nährstoffen bestens versorgt, solange die Mutter sich in ihrer gesamten Lebensweise gesund verhält. Nach der Geburt ist das Stillen für das Immunsystem von Säuglingen die perfekte Versorgung. Das Neugeborene hat noch kein ausgereiftes Abwehrsystem und wird durch die in der sauerstoffhaltigen Muttermilch enthaltenen Stoffe geschützt und versorgt. Je länger die Stillzeit, desto geringer das Risiko der Erkrankung.

Desweiteren spielt eine natürliche Umgebung eine wichtige Rolle in der Immunabwehr. Der Kontakt zu Tieren und natürlichem Schmutz, tägliches Spielen in freier Natur, frischer Luft (Vitamin D-Bildung) und mit anderen Kindern tragen zur gesunden Entwicklung bei. Kinder müssen ihrem natürlichen Bewegungsdrang unbedingt nachkommen dürfen.

Verschiedene Untersuchungen haben ergeben, dass Bauernhofkinder mit Zugang zum Kuhstall allergieresistenter sind. Impfungen sind gut zu überlegen, denn geimpfte Kinder erkranken häufiger an Allergien als ungeimpfte Kinder.

Süßigkeiten sind Nährstoffräuber. Ein dauerhafter Nährstoffmangel führt zu Krankheiten und Tod. Um den Kindern die Bedeutung beizubringen und um den Süßigkeitenkonsum in den Griff zu bekommen, ist die Regelung eines Naschkorbes erzieherisch unschlagbar. Alle gekauften oder geschenkten Naschsachen werden von den Kindern selbst unter Aufsicht direkt in den Korb zur Aufbewarung gelegt. Dort werden sie bis z.B. Sonntag gesammelt. An diesem einen vereinbarten Tag dürfen die Kinder sich darüber her machen und nach Herzenslust uneingeschränkt naschen. Das funktioniert auch bei Erwachsenen.

Ganzheitliche Behandlung

Eine deutliche Besserung und Ausheilung ist nur mit viel Geduld langfristig möglich.

Neurodermitis muss auf ganzheitliche Sicht fachgerecht therapiert und kontrolliert werden. Hierzu zählen auch die den Organismus entlastenden Methoden wie Leberpackungen, Aderlass und Schröpfen, u.v.m. Die Naturheilkunde bietet ein weites Behandlungsspektrum.
Auch der Tages,-und Nachtrythmus sollte in der Regel möglichst eingehalten werden. Neurodermitiker reagieren als Hochsensible anfällig auf harmlose exogenen Stoffe und Allergien wie Asthma können noch dazu kommen, so ist die Ursache unbedingt zu bekämpfen. Der sensitiv reagierende Organismus eines Neurodermitikers ist einzigartig, daher gibt es kein allgemein gültiges Heilkonzept.

Regelmäßige Urlaube und Kuraufenthalte sind in allergenarmen Regionen wie Hochgebirge und Meeresnähe sehr anzuraten.

Neurodermitis-Behandlung durch Nahrung

Der Nährstoffgehalt ist im Blut messbar, deshalb sollte man ihn vom Hausarzt bestimmen lassen. Eine Unterversorgung ist unbedingt zu vermeiden.

Neben einer geregelten, gesunden Ernährungsweise mit viel regionaler, saisonaler und möglichst schadstofffreier Kost, frischen Kräutern, frischen Obst- und Gemüsesäften helfen Nahrungsergänzungen wie H2O2, 3% täglich in einem Getränk 3x 3 Tropfen geträufelt, Neukönigsförder Mineraltabletten, Enzyme und Vitamin C-Pulver. (Im Intervall zu sich genommen) Auch eine Zitronen-Knoblauch-Kur wirkt sehr unterstützend. Zusätzlich sollte man täglich mindestens 2 Liter kohlensäurefreies, mit einem Magnetiten oder 1 Prise Natron aufgewertetes, weiches Leitungswasser oder Mineralwasser und einige Tassen Kräutertees trinken.

Es ist unbedingt auf ausreichende Eiweißversorgung mit allen 20 Aminosäuren zu achten, hauptsächlich aus pflanzlichen Lebensmitteln wie

Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen, Linsen
frisches, reifes Obst (in geringeren Mengen z.B. Äpfel, Bananen, Datteln)
Gemüse (in geringeren Mengen z.B. Kartoffeln,Pilzen)
Sonnenblumenkrerne, Kürbiskerne, Leinsamen (Nüsse u.U. nur nach Verträglichkeit)
Getreide, insbesondere Naturreis, Hirse, Mais, Amarant, Quinoa, Buchweizen
glutenhaltige Getreide wie Grünkern, Dinkel, Gerste, Roggen, Hafer, Weizen, Kamut sind zu minimieren oder zu meiden
Sprossen
Algenprodukte

Wer nicht auf Fleisch und Fisch verzichten möchte, sollte in Verbinding mit pflanzlichem Eiweiß, maximal 1-2x pro Woche auschließlich helles Fleisch in kleinen Portionen zu sich nehmen und auf hochwertige Qualität Wert legen. (Es kann eine fleischfreie Zeit getestet werden) Milch lässt sich durch z.B. Reis- oder Hafermilch austauschen.

Man rechnet pro Kilogramm Körpergewicht etwa 0,8-1 Gramm Eiweiß bei normaler körperlicher Belastung. Bei sportlicher Betätigung oder körperlicher Arbeitsbelastung sollten 1,5-2 Gramm gerechnet werden. Der Bedarf ist abhängig vom Alter und Gesundheitszustand.

Industriezucker als Nährstoffräuber ist auszutauschen durch andere Süßungsmittel wie Obst und frische Obstsäfte, fermentierter Honig, Apfel- und Birnendicksaft, Agavensirup, Zuckerrübensirup, Gerstenmalz, Rosinen, Trockenfrüchte. Brauner Zucker ist dem weißen vorzuziehen.

Hilfreich ist ein Entlastungstag (z.B. nur Getränke, Reis oder nur Obst) in der Woche, 1x jährlich ein Kuraufenthalt unter ärztlicher Aufsicht am Meer oder im Gebirge.

Neurodermitis-Behandlung durch Körperpflege

Weiter sollte man (bei geschlossenen Wunden) den Organismus mit sehr effizienten, regelmäßigen Fußbädern- und Vollbädern in basischem Salz (Natron/Meine Base/Totes Meersalz) für 1 Stunde täglich entsäuern. Dadurch wird zusätzlich die Selbstfettung der Haut angeregt.

Sollte der Juckreiz nicht nachlassen, kann man Wasser mit einem kleinen Schuss Essig als Spülung über die juckende Haut (noch nicht offene) gießen. (Die Säuren werden dann in die Haut zurück gedrängt, der Juckreiz hört vorübergehend auf)

Auch Kneipp‘sche Behandlungen können helfen. Statt künstlich hergestellter Körperpflegemittel kann man kaltgepresste Bio–Öle wie Weizenkeimöl, Olivenöl, Vaseline, Vitamin E, etc. verwenden. Pflegecremes und Haarwaschmittel lassen sich auch selbst herstellen. Kurze Inhalationen und Mundspülungen mit basischen Salzen und die Pflege mit einer Zungenbürste lassen sich gut in der täglichen Körperpflege eingliedern. Gründliches, häufiges Händewaschen ist in der Hygiene selbstverständlich.

Weil Stress und Hektik eine wesentliche Grundlage für Neurodermitis darstellen, ist sanfter Ausdauersport wie Wandern, Walken, Joggen und Radfahren, Schwimmen in natürlichen, chlorfreien Gewässern und Golfen mindestens 3x wöchentlich unverzichtbar. Wichtig ist wenigstens eine tägliche Stunde Bewegung an frischer Luft bei moderater Anstrengung.

Auch sehr hilfreich und unterstützend sind Entspannungstechniken wir Yoga, Qi Gong, autogenes Training, Hypnotherapie und Pilates, Handauflegen, bzw. Berührungen.

Das Immunsystem im Gleichgewicht

Neurodermitis steht in einem direkten Zusammenhang zum Darm, zu 80% der Sitz des Immunsystems. Falsche Lebensweisen wie z.B. die Einnahme von Antibiotika, Schmerztabletten und anderen Medikamenten schädigen die Darmflora.

Unbedingt ratsam ist eine Darmsanierung durch einen speziellen Therapeuten. Das ist eine Behandlung der Darmschleimhaut mit naturheilkundlichen, mikrobiologischen, probiotischen und präbiotischen Präparaten. Die Behandlung kann einige Monate dauern.

Je nach dem kann man auch einfach Zuhause eine Darmreinigung mit einem Klistier erreichen. Eine Darmreinigung befreit den Darm von Ablagerungen und Stoffwechselschlacken und gibt ihm dadurch neue Kraft, sich zu regenerieren. In Kombination mit dem Aufbau der Darmflora durch gesunde Nahrung ist ein wichtiger Schritt, um das Immunsystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Durch Übersäuerung verändert sich das Darmmilieu so, dass sich die guten Darmbakterien nicht mehr wohl fühlen und sich die ungesunden Fäulnisbakterien weiter ausbreiten können.

Durch dieses Ungleichgewicht kann mit der Zeit auch die Darmschleimhaut geschädigt werden. Eine Dysbiose kann zu dem so genannten Leaky Gut Syndrom (leckender Darm) führen. Dabei wird die Darmschleimhaut für Stoffe durchlässig, die sonst nicht direkt in die Blutbahn gelangen sollten.

So können unverdaute Nahrungspartikel ins Blut gelangen, die von unserem Immunsystem als Fremdkörper erkannt und bekämpft werden. Einerseits wird dadurch das ganze Immunsystem enorm beansprucht und andererseits kommen so auch giftige Stoffe und Stoffwechselabfälle ins Blut, die den gesamten Organismus belasten. Dadurch entwickelt sich die Überreaktion des Immunsystems und Krankheiten können entstehen.

Saubermachen und putzenUmgang Zuhause

Zuhause ist auf unbedingte Sauberkeit zu achten. Praktisch sind wischbare, natürliche Fußbodenbeläge. Läufer und Brücken sollte man gründlich absaugen oder regelmäßig zum Lüften und Ausklopfen nach draußen hängen.

Soweit wie möglich sollte man auf unnötige Staubfänger wie Gardinen, Deckchen, Kissen, Kuscheltiere usw. verzichten, oder zumindest vierteljährlich waschen. Um Kuscheltiere milbenfrei zu bekommen, kann man sie für einige Stunden einfrieren. Gründliches Staubwischen 1x wöchentlich ist selbstredend. Wolldecken, Bettdecken, etc. wöchentlich draußen lüften und ausschütteln. Milben benötigen zum Überleben den menschlichen Kontakt.

Alle 7-10 Tage sollten die Bettbezüge gewechselt und mindestens bei 60 Grad gewaschen werden.

Für Matratzen, Bettdecken- und Kopfkisseninlets kann man im Fachhandel und Apotheken milbensichere, waschbare Schonbezüge erwerben. Wer keine Möglichkeiten hat, Matratzen 1-2 mal jährlich draußen zu lüften und auszuklopfen, der sollte alle 5 Jahre alte Matratzen gegen neue austauschen.

Auf teure, chemische Reinigungsmittel kann man regulär gut verzichten. Zum Reinigen reichen Wasser, Zitronensäure, Natron, Soda, Alkohol, Essig, Scheuerpulver oder Neutralreiniger. Diese Reinigungsmittel wirken natürlich und antimikrobiell und reichen vollkommen aus. Küchenlappen sollten täglich gewechselt und bei 90 Grad gewaschen werden.

Die Wohnung sollte entsprechend regelmäßig gelüftet werden und ein gutes Raumklima haben. Schimmelpilzbefall muss dringend behandelt und beseitigt werden.

Waage Wippe

Umgang mit Familie und Freunden

Kinder sollten nicht am Computer oder Fernseher im Kinderzimmer ‘verkommen’ und nicht zu viel allein sein, sondern statt dessen im geborgenen Zusammensein mit Familie und Freunden und durch sinnvolle Aufgaben gefordert werden. Dies gilt natürlich auch für Erwachsene.

Die Haut ist ein Spiegelbild der Seele und drückt deutlich lesbar den Gefühlszustand aus. Eine verständnisvolle, unterstützende und kontinuierliche Rundumbegleitung durch Familie, Freunde, Arbeitskollegen und Therapeuten ist für Neurodermitiker von außerordentlicher Bedeutung. Beziehungen können z.B. durch chronischen Schlafmangel sehr belastet sein. Eltern und Partner können Hilfestellungen in Form von entsprechenden Schulungen und Gesprächen lernen, mit der Erkrankung umzugehen, um nicht eigene Ängste und Belastungen zu verdrängen oder gar aufzugeben und sich zu trennen.

In einem guten Umfeld mit umsichtiger Betreuung ist die Lebensqualität nicht dauerhaft eingeschränkt. Jeder Betroffene ist in seiner hohen Sensibilität und Sensitivität einzigartig und sollte für sich herausfinden, was ihm gut tut und danach handeln. Allheilmittel gibt es nicht.

Es geht darum, sich selbst zu akzeptieren und für gut zu befinden, Widerstandskräfte zu entwickeln, mit erschwerten Situationen umgehen zu lernen, in allen Lebensbereichen eine Balance zwischen Entlastung und Belastung zu finden.

Die passende Bewältigung des Alltags, seinen Begabungen, Emotionen und dem Intellekt nachgehen, geeignete Essgewohnheiten und offene Gespräche können selbst einen chronischen Verlauf minimieren und zur vollständigen Gesundung beitragen.

Info
Diese Angaben und Informationen werden nach meinen Erfahrungen und nach meinem bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschließlich für Interessierte gedacht und nicht als Therapieanweisungen zu verstehen. Ich übernehme keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt durch die Verwendung der Angaben entstehen. Bei einer Erkrankung konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.