Zahlreiche frische, selbst geerntete Kräuter lassen sich einfach und unkompliziert weiterverarbeiten. Je nach Region kann die Ernte von den gereiften Heilkräutern von März bis Oktober dauern, manche Wildkräuter wie Vogelmiere oder Efeu und Petersilie kann man ganzjährig pflücken.

Am Günstigsten ist die Ernte der Kräuter bei Sonnenschein um die Mittagszeit, und natürlich in geschützteren und unbelasteten Gegenden. Bestimmte Wildkräuter wie Bärlauch oder Ackerschachtelhalm lassen sich nicht so einfach bestimmen, Brennnesseln, Löwenzahn und Giersch dagegen sind sehr leicht zu erkennen.

Die gesammelten Kräuter werden am besten luftig und locker in einem Korb transportiert. In Plastiktüten verderben sie leicht.
Bei Unsicherheit beim Kräuter sammeln ist ein Wildpflanzen-Bestimmungsbuch oder eine Wildkräuter-Führung sehr hilfreich. Man sollte sich bei der Ernte schon sicher sein.

Sie werden gründlich gewaschen und sortiert. Anschließend abtropfen und trocken lassen. Man sollte nur einwandfreie und gesunde Kräuter zum Trocknen verwenden.

Man kann die mit einem Handtuch abgetupften Kräuter zu einem kleinen Sträußchen binden und an einem trockenen, sonnengeschützen Ort an eine Leine hängen.

Oder man trocknet sie locker verteilt auf luftigen Rosten. Wenn die Blätter nicht mehr feucht sind, können sie im Mörser zu feinem Gewürzpulver oder Streu verarbeitet und luftdicht in Schraubgläsern aufbewahrt werden.

Getrocknete Kräuter sind etwa ein Jahr haltbar, danach verlieren sie ihre Heilkraft.

Mein Tipp

In den obigen Fotos ist zerstoßener Spitzwegerich zu sehen, es fehlt noch die Markierung mit dem Hinweis auf die Bezeichnung und das Herstellungsdatum. Im Hintergrund hängt Schachtelhalm zum Trocknen. Die Kräuter duften noch nach Monaten herrlich aromatisch.

Teezubereitung: 1 Tl  Kräuter pro Tasse für 5 – 10 Minuten in einem Teesieb ziehen lassen.

Wer auf schwarzen Tee nicht verzichten möchte, kann ihn mit Mischungen mit getrockneten Lavendelblüten, Rosenblüten, Ringelblumenblüten und vielen anderen aufwerten.

Kräuterwürze: Das Essen erst nach dem Kochen mit Kräutern bestreuen, um die Nährstoffe zu schonen.