In heidnischen und auch christlichen Bräuchen steht diese Tradition für die große Freude über die Wiederkehr des Lichtes und das Ende der dunklen drückenden Jahreszeit bis zur Wintersonnenwende am 21. oder 22. Dezember.

Schon vor Jahrhunderten holte man Zweige oder Immergrünes aus dem Wald und aus den Gärten, um sie in der Stube mit Früchten, Zapfen und Gebackenem zu dekorieren.
Ein wunderschöner Brauch ist es, in den dunkler werdenden Monaten bis hin zu Weihnachten unsere Räume heimelig zu schmücken. Bräuche stehen für Beständigkeit und können trotzdem sehr zeitgemäß sein. So verbinden wir harmonietrunken Altbewährtes mit unseren modernen sich wandelnden Lebensumständen.

Bis zum Einzug des klassischen Tannenbaumes zum wichtigsten Fest des Jahres kann man für die vorweihnachtlichen Wochen einfach und kostengünstig eine individuelle Dekoration zurechtstellen. Ob die Zweige schlicht und puristisch ohne viel Schnickschnack, als bunte persönliche Baumschmucksammlung oder skandinavisch in weiß gehalten werden, bleibt eine reine Geschmackssache. Eine hübsche Lichterkette kann zudem die gemütliche Abendstimmung heben.

Dazu schneidet man einen oder mehrere Baumzweige von Birken, Buchen, Obstbäumen oder Sträuchern, die sich am besten in jede Richtung verästeln, je nach Größe der Vase.
Zur Dekoration der Zweige eignen sich trockene Hortensienblüten, duftende Trockenfrüchte wie Zitronen-oder Orangenscheiben, Lavendelblütenzweige, Bändchen, Zapfen, Nüsse, Blätter und wer es schon mag, kontrastreiche kitschige Anhänger.

Die Zweige kommen auch hübsch zur Geltung, wenn sie mit einem Hauch weißer Farbe angestrichen werden. Zur Stabilisierung der Äste den Boden der Vase entweder mit Sand, Kastanien oder Zapfen befüllen. Die Zweige hineinstellen und der Fantasie ungehemmt freien Lauf lassen.