Was ist Eifersucht?

Stärkung des eigenen Selbstbewußtseins

Natürlicherweise beginnt die Stärkung des Selbstbewußtseins mit dem Tag der Geburt. Vertrauen, Aufmerksamkeit, liebevolle Zuwendung und Bestätigung sind von nun an lebensnotwendige Nahrung für das gesunde Selbstwertgefühl.

Ein geringes Selbstwertgefühl, Verlustangst, Selbstzweifel und Eifersucht hängen sehr eng miteinander zusammen. Diese Gefühle resultieren immer aus einer Mangelversorgung während der frühen Kindheit.

Die schädliche, ständige Konfrontation mit vermeintlichen Vorbildern aus den Medien und die hohen Leistungsansprüche in Schule und später im Beruf vergrößern zusätzlich die Minderwertigkeitsgefühle.

Ein Eifersüchtiger glaubt, nicht gut genug für Familie, Freunde, Partner, Arbeitskollegen und seine Mitmenschen zu sein. Jeder Andere ist besser in seiner Leistung. Jeder Andere sieht hübscher aus, besitzt mehr, ist größer und erfolgreicher, etc. und kann dadurch zur Bedrohung werden. Die große Verlustangst, die kompensatorische Gier nach Bewunderung und Anerkennung, eine übersteigerte Ich-Bezogenheit und eine tiefe Sehnsucht nach Sicherheit beherrschen erheblich das Verhalten im Alltag.

Krankhafte Eifersucht

Der krankhaft Eifersüchtige befindet sich ständig im anstrengenden Hab-Acht-Modus, ohne dass sein Gegenüber vielleicht etwas von diesem stressigen Zustand ahnt. Er ist ein genialer Drehbuchautor, Regisseur und Darsteller. Er inszeniert showreife Situationen, in denen der Protagonist seine Statisten schlecht dastehen lässt. Er lässt sie durch Täuschungsmanöver auflaufen, führt sie vor und schmückt sich verzweifelt mit fremden Federn. Nur, um sich selbst vor gezielt ausgesuchtem Publikum scheinheilig ins rechte Licht zu rücken und aufzuwerten. Die Lüge bestimmt das Leben.

Sein Gegenüber wird bewusst oder unbewusst manipuliert, überwacht, kontrolliert, beschränkt, eingeengt und schließlich als Abfallbehälter für den eigenen Seelenmüll missbraucht. Wer das krankhafte Verhalten des Eifersüchtigen nicht durchschaut und durchbricht, nimmt automatisch eine Opferhaltung ein. Es ist ein Martyrium, die massenhafte Problematik auf die Schultern geladen zu bekommen. Mit dem Fingerzeig auf Andere werden die wirklichen Gefühle des Eifersüchtigen unterdrückt oder komplett vor sich selbst verleugnet. Die Urängste können weiter ihre Bestätigung finden. Die vielen Facetten der Täuschungen und Lügen dienen ausschließlich dem Verlust.

„Wenn du nicht nach innen gehst, gehst du leer aus.“ (Neale D. Walsch)

Nichts kann in diesem Zustand wachsen, fruchten, sich entwickeln. Mit einer Null-Summen-Rechnung können alle Beteiligten nur verlieren. Eltern mit dieser Konditionierung sind unheilvolle Vorbilder für ihre Kinder. Wie bei allen anderen Süchten herrscht diffiziles Leid für alle Beteiligten, ein teuflischer Zustand.

Daher ist es wichtig, dass das Selbstbewusstsein von Anfang an gestärkt wird. Es ist die einzige Möglichkeit der Vorbeugung von Eifersucht und anderen Minderwertigkeitsgefühlen. Mit der Unterstützung von entsprechenden Therapeuten lässt es sich auch im Erwachsenenalter lernen, mit der Sucht umzugehen. Die Bereitschaft zur Aufrichtigkeit, in den Spiegel zu sehen, sich eigene Stärken vor Augen führen, Eigenliebe zulassen, mit seinem Umfeld im Frieden sein wollen, lässt sich erlernen.

Die Liebe eifert nichtMinderwertigkeitskomplex

Meistens haben die Eltern auch von ihren Eltern, sozusagen in Generationenerbschaft aus unterschiedlichen Gründen zu wenig oder gar keine Liebe empfangen. Wenn ein Kind von seinen Eltern offen oder subtil abgelehnt wird, kann es kaum einen ausreichenden Selbstwert entwickeln. Die größte Mitgift der Eltern ist eine vertrauensvolle und bedingungslose Liebe dafür, dass das Kind da ist und nicht dafür, was es leistet. Ein gesunder Selbstwert ist für ein erfolgreiches und selbstbewusstes Leben im Erwachsenenalter unabdingbar.

Negative Prägungen durch die Eltern können durch entsprechende Selbsterkenntnis als ersten Schritt minimiert oder verarbeitet werden. Die Kette des Unglücks kann und muss unterbrochen werden.

Es lohnt sich, die Courage aufzubringen, der Wahrheit über die eigenen Gefühle ins Gesicht zu sehen. Aus Respekt zu sich selbst und anderen gegenüber sollte man einen Blick zurück wagen und die Ursachen aus früherer Zeit klären. Es ist wichtig, den schlechten Gefühlen der Eifersucht entgegenzutreten, sie nicht fatalerweise als Bestätigung von Liebe zu sehen. Die Qual und die Schmerzen können nur so langsam abgearbeitet werden. Das Leben wird lebenswerter durch die Stärkung der Selbstachtung. Vertrauen ist einer der Grundpfeiler stabiler Beziehungen. Mit Vertrauen und Zutrauen kann es gelingen, die negativen Gefühle der Eifersucht abzuschütteln.

Die Liebe ist vollkommen frei von minderwertigen Gefühlen.

PaarBei großem Leidensdruck aller Beteiligten hilft nur die Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit zuerst sich selbst gegenüber. Eifersucht lässt sich überwinden und Wut und Aggressionen können verschwinden. Je stärker das Selbstbewusstsein ist, umso geringer ist die Eifersucht. Jeder Mensch ist einzigartig und liebenswert. Man kann sich entscheiden.

Liebe kann dann ungehindert wachsen und Beziehungen und Partnerschaften können in Liebe bestehen bleiben.

Info
Diese Angaben und Informationen werden nach meinen Erfahrungen und nach meinem bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschließlich für Interessierte gedacht und nicht als Therapieanweisungen zu verstehen. Ich übernehme keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt durch die Verwendung der Angaben entstehen. Bei einer Erkrankung konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.