Haben Sie auch oft Heißhunger, ständig Lust auf Süßes und fragen sich, woher das eigentlich kommt? Ist Ihr Vorrat an Schokolade, Gummibärchen und Keksen Zuhause immer aufgefüllt?

Angeborenes Verhalten

Wussten Sie, dass unsere erste Nahrung, die Muttermilch schon süßlich schmeckt? Unser Geschmacksinn, somit unser Verlangen nach Süßem ist uns zum Teil angeboren. Durch unseren Geschmacksinn können wir verträgliche von ungenießbaren Lebensmitteln unterscheiden. Süße Lebensmittel wie Beeren, Kirschen, Äpfel, usw. versorgen uns mit natürlicher und leicht verfügbarer Energie und sind sehr bekömmlich für uns. Natürlicher Zucker liefert also wichtige Energie um Leistung zu bringen.

Zucker – Vom kostbaren Genussmittel zum täglichen Lebensmittel

Weißer Kristallzucker galt früher als ein teures Genussmittel. Zucker ist im Laufe der letzten Jahrzehnte im Verhältnis zu anderen Lebensmitteln ein billiges, ständig verfügbares Grundnahrungsmittel geworden. Ein Kilogramm weißer Industriezucker wird im Supermarkt schon für € 0,69 angeboten. Zucker ist lange haltbar und konserviert. Das macht die zuckerhaltigen Produkte für uns so praktisch und verführerisch.

Unser Körper zerlegt komplexe Kohlenhydrate aus Obst und Gemüse, etc. in Zucker und gewinnt daraus Energie. Raffinierten Zucker aus Süßigkeiten, Kuchen, Limonaden oder Würfelzucker im Kaffee braucht unser Stoffwechsel nicht.

Raffinierter Haushaltszucker enthält pro 100 g 400 Kalorien und so gut wie gar keine Nährstoffe. Ernähren Sie sich häufig durch raffinierte zuckerhaltige Produkte, riskieren Sie zu erkranken.

Erlernter Heißhunger

Das Verlangen nach Süßem ist nicht nur ein angeborenes, sondern auch ein erlerntes Verhalten. Viele Kinder werden mit Süßigkeiten, einem Weißmehlbrötchen oder Keksen ruhig gestellt, getröstet oder belohnt. So spüren schon Babys, dass sie auf negative Gefühle mit Süßem reagieren. Was wir in unserer Kindheit lernen, hat einen sehr großen Einfluss auf unser weiteres Leben.

Heißhungerattacken durch Mangel an Nährstoffen

Zucker entzieht dem Körper Nährstoffe. Ist Ihr Körper unterversorgt und Sie essen zuckerhaltige Produkte, sinkt der Blutzuckerspiegel und Sie verspüren Heißhungerattacken. Dann folgt der typische Griff nach Schokolade, die den Blutzuckerspiegel nach dem Essen sofort wieder ansteigen lässt. Dies bewirkt eine verstärkte Insulinausschüttung, wodurch der Blutzuckerspiegel wieder stark absinkt. Die Folge ist eine erneute Unterzuckerung und der Heißhunger meldet sich.

Tipps gegen Heißhungerattaken

Kaufen Sie nach Plan ein und nur die Zutaten, die Sie brauchen. Bleiben Sie standhaft.
 
Trinken Sie Wasser, mehr als der Durst verlangt, und wenn Sie das Bedürfnis nach Süßem verspüren.
 
Tröpfeln Sie einige Tropfen Kräuterbitter aus der Apotheke auf die Zunge. Durch die Bitterstoffe lässt der Appetit nach, so dass der Heißhunger auf Süßes eingeschränkt ist.
 
Essen Sie in Ruhe und bewusst ohne Ablenkung, um das Sättigungsgefühl wahrzunehmen. Lesen Sie dazu auch Beim Essen wird gegessen.
 
Sorgen Sie für ausreichenden Schlaf, denn Schlafmangel erhöht den Heißhunger auf Süßes. Hier erfahren Sie noch mehr zum Thema Abnehmen im Schlaf.
 
Treiben Sie Sport, gehen Sie um den Block, das lenkt ab und baut Stress ab.
 
Stellen Sie sich immer vor, gesund zu sein, sich wohlzufühlen ist Ihr Ziel.
 
Führen Sie einen Cheatday, einen Naschtag pro Woche ein, an dem Sie nach Herzenslust naschen und schlemmen können.
 
Beginnen Sie den Tag mit einem ausgewogenen Frühstück, essen Sie zu 3 festen Mahlzeiten. Wenn Sie es brauchen, können Sie kleine gesunde Snacks zwischen den Mahlzeiten zu sich nehmen.
 
Ernähren Sie sich abwechslungsreich und gesund. Essen Sie nicht andauernd, damit die Verdauung zur Ruhe kommen kann.
 
Snacks können frisches Obst, Möhrensticks, Paprikastreifen, Salatgurken in Scheiben, Nüsse, Naturjoghurt mit Obst, 1 kleine Scheibe Vollkornbrot mit Tomaten belegt, Haferflocken mit Obst sein.
 
Ignorieren Sie Konservennahrung, TK-Pizza und alle Fertiggerichte-und Getränke.
 
Wenn es gar nicht anders geht, essen Sie kontrolliert maximal eine Handvoll Süßes am Tag.
 
Ganz wichtig: Gönnen Sie es sich gesund zu sein. Tun Sie was dafür, dass es Ihnen gut geht. Nehmen Sie Sie sich ausreichend Zeit für eine Ernährungsumstellung.
 
 Essen Sie täglich 3-4 Portionen Eiweiß, 1-2 g pro Kg Körpergewicht. Eiweißhaltiges Essen macht satt, ohne Eiweiß ist Abnehmen schwer möglich.