Zucker ist die Handelsbezeichnung für den Zweifachzucker Saccharose und wird hauptsächlich aus Zuckerrohr (brauner Zucker) und Zuckerrüben (weißer Zucker) gewonnen. Es hat einen Energiegehalt von 4 kcal pro Gramm.

Zucker aus Zuckerrohr gehörte im Mittelalter zu den ersten Welthandelsgütern. Bis Mitte des 19. Jahrhundert galt Zucker als Luxusgut, seitdem wird er industriell hergestellt. Die erste Zuckerrübenfabrik in Europa entstand in Preußen.

Seit einigen Jahrzehnten haben wir Zucker, nicht zuletzt im Interesse der Industrie, einen viel zu hohen Stellenwert in unserer täglichen Nahrung eingeräumt. Zwischen 30–40 Kg verbraucht jeder deutsche Bürger laut Statistik pro Jahr.

Industriezucker besteht zu 99,8% aus leeren Kohlenhydraten und gilt als Energie-und Nährstoffräuber.
Auch bei schlanken Menschen kann der Insulinhaushalt gestört sein. Etwa fünfzehn Prozent aller Typ 2 Diabetiker sind schlank. Auch sie können die Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt bis hin zu Krebs treffen. Bekannt ist, dass Tumorzellen zur Vermehrung sehr viel Zucker brauchen.

Zucker wird vom Körper als Gift erkannt.

Zucker ruiniert die Zähne, macht hyperaktiv, nervös, gereizt und stört die Darmflora. Zucker treibt den Blutzuckerspiegel zu schnell hoch und lässt ihn schnell wieder abfallen, der Körper fordert sofort neuen Nachschub. Ein Nährstoffmangel verursacht Heißhunger. Leider hat sich der Zucker in allen möglichen Varianten auch als Seelentröster etabliert. Durch richtige Ernährung lässt sich dieser Teufelskreis durchbrechen.

Ernährungsphysiologisch bedenklich ist der Konsum zuckerhaltiger Getränke, ganz besonders im Kindesalter. Getränke wie Cola und Limonade, aber auch konzentrierte Fruchtsäfte wie Apfelsaft enthalten bis zu 120 Gramm Zucker pro Liter. Das entspricht 40 Würfelzuckerstücke.
Zucker wird durch die Hersteller vielen Lebensmitteln versteckt zugesetzt.

Auskunft gibt das Zutatenverzeichnis bei verpackten Lebensmitteln. Unterschiedliche Bezeichnungen weisen auf die zugesetzte Süße hin:
Glukose, Glukosesirup, Traubenzucker, Fruktose, Fruchtzucker, Dextrose, Maltodextrin, Maltose, Malzzucker, Laktose, Milchzucker, Saccharose usw.. Zu Zuckeraustauschstoffen gehören Sorbit (E 420), Mannit (E 421), Xylit (E 967), lsomalt (E 953), Laktit (E 966) und Malit (E 965).

Synthetisch hergestellte Süßstoffe wie Cyclamat, Aspartam und Saccharin, oder natürliche Ersatzstoffe für Zucker, die eine stärkere Süßkraft haben als Saccharose, haben keinen oder einen geringen physiologischen Brennwert. Süßstoffe sind deklarationspflichtig und umstritten.

Fast alle Fertiggerichte enthalten Zucker.

Er regt im Gehirn die gleichen Gegenden an wie Alkohol oder Nikotin. Darüber sind sich Wissenschaftler einig. Manche Forscher bezeichnen die Gier nach Süßem sogar als echte Sucht. Der Pharmakologe Professor Rainer Spanagel forscht an der Universität Heidelberg, welche Veränderungen ein hoher Zuckerkonsum im Gehirn bewirken kann. Einem Buch von Dr. Ralph Bircher über ein altes Kulturvolk im Himalaja kann man entnehmen, dass, nachdem Zucker, Weißmehl und Konserven importiert wurden, Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Zahnfäule, Erkältungen, Entzündungen usw. ausbrachen.
Diese Menschen bräuchten nun allerdings nicht nur ärztliche, sondern auch polizeiliche Hilfe.

Es ist ratsam, zum Süßen einer Mahlzeit statt Industriezucker Honig zu verwenden. Einige Honigsorten wie z.B. Akazienhonig bestehen nur ca. zu einem Drittel aus Glucose. Der andere Hauptbestandteil ist der nicht den Insulin-Stoffwechsel beeinflussende Fruchtzucker. Honig besitzt eine bis zu 40 % höhere Süßkraft. Allerdings muss auch hier vor einem deshalb erhöhten Konsum gewarnt werden. So wird zum Beispiel überschüssige Fructose im Leberstoffwechsel zu Körperfett umgewandelt.

Natürlicher Zucker

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) rät, maximal 10 % der täglichen Kalorienzufuhr in Form von zugesetzten Zuckerarten und Süßungsmitteln zu sich zu nehmen. In Maßen sollte man auf natürliche Süßungsmittel zurückgreifen wie:

Obst
frische Obstsäfte
fermentierter Honig
Apfeldicksaft
Birnendicksaft
Zuckerrübensirup
Ahornsirup
Agavendicksaft
Rosinen, Trockenfrüchte (evtl. eingeweicht)
Gerstenmalz

Brauner Zucker ist unraffinierter Vollrohrzucker. Er enthält immerhin, wenn auch in sehr geringen Mengen Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Vitamine.
Vollzucker schmeckt leicht karamellig-aromatisch im Gegensatz zu weißem Zucker. Brauner Zucker hat einen höheren Wassergehalt als raffinierter Zucker und verdirbt daher etwas leichter.

Weißer Zucker hat einen höheren Reinheitsgrad und ist dadurch noch haltbarer als brauner Zucker. Weißer Industriezucker konserviert und hat kein Mindesthaltbarkeitsdatum. Der Kaloriengehalt ist bei beiden Zuckersorten gleich.

Natürlicher Zucker aus den o.g. Lebensmitteln wird vom Körper als Kommunikationsmittel und Zellenantrieb benötigt. Bei einer gesunden Lebensweise ist die Vielseitigkeit der vollwertigen Nahrung wie Müsli, Getreideflocken, Vollkornbrot, Naturreis, Hülsenfrüchte, Salate, Obst, Gemüse, Kräutern und Kartoffeln zu bevorzugen. Kuchen, Schokolade, und andere Süßigkeiten, Limonaden, fettige Speisen, Fertignahrung und Fastfood sollte man auf ein Minimum beschränken oder am besten ganz vermeiden.

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