Eine optimale magnesiumreiche Versorgung ist in unserer ‚modernen‘ Welt durch das Lebensmittelangebot nicht mehr ausreichend gewährleistet.

Die Gründe dafür sind veränderte Züchtungen; im konventionellen Anbau die ausgelaugten Böden, Monokulturen, Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmittel, nicht zuletzt lange Transportwege, Verarbeitung und die Lagerung. Es fehlen Magnesium und andere Mineralien, bzw. Spurenelemente als Dünger, die somit auch nicht in unseren Lebensmitteln vorkommen können.

Ungesundes Essen laugt auch den Körper aus und übersäuert ihn, was den Bedarf an dem Mineralsalz noch weiter erhöht.

Der Bedarf an Magnesium ist unterschiedlich

Die offiziell empfohlene Tagesdosis wird bei Frauen mit 350 mg Magnesium und bei Männern mit 400 mg Magnesium angegeben. Das sind allgemeine Referenzwerte. Der individuelle Bedarf kann davon stark abweichen. Schwangere, Stillende, Senioren, Saunagänger, Menschen, die viel schwitzen, Kranke und Rekonvaleszenten haben einen erhöhten Bedarf. Ein Leistungssportler kann zwischen 1000-2000 mg Magnesium täglich benötigen.

Woran Sie eine Unterversorgung an Magnesium erkennen

Magnesium ist essentiell, wird vom Körper nicht selbst gebildet und nicht gespeichert. Es muss also täglich als Nahrung zugeführt werden. Als Notfallspeicher gelten neben den Zähnen, Muskeln und Organen unsere Knochen. Ist der Körper längerfristig unterversorgt, holt er sich das Magnesium z.B. aus den Knochen. Wenn auch das nicht mehr möglich ist, kommt es unweigerlich zur Knocherweichung, der Osteoporose.

Weitere Mangel-Merkmale

  • Jeder kennt Muskelverspannungen im Nackenbereich oder die nächtlichen Wadenkrämpfe
  • Das Salz der Belastbarkeit hilft gegen allgemeine Antriebslosigkeit und Niedergeschlagenheit, Lustlosigkeit, hoher Reizbarkeit, depressive Stimmungen, Stress, Überforderung und seelische Belastungen
  • Ein hoher Magnesiumwert sorgt für ein niedriges Herzinfarktrisiko
  • Kopfschmerzen
  • Ohrengeräusche
  • Hoher Blutdruck
  • Kalte Hände und Füße
  • Geräuschempfindlichkeit
  • Durchblutungsstörungen und Gefäßverengungen
  • Konzentrationsschwäche
  • Müdigkeit und Schlafstörungen

Lebensmittel, die Magnesium liefern

Vor allem Nüsse, Samen wie Sesam und Leinsamen, Kräuter und Wildkräuter, Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte und Produkte aus dem vollen Korn. Das sind Lebensmittel, aus denen wieder ein neues Leben entstehen kann!

Zum Knabbern: Walnüsse (mit beachtlichen 135 mg pro 100 g), Sonnenblumenkerne, Mandeln, Kürbiskerne, Haselnüsse, Erdnüsse, Cashewnüsse, Rosinen und Zartbitterschokolade.

Als Gemüse: Grünes Blattgemüse wie Spinat, grünes Gemüse wie Erbsen, Bohnen, Kohlrabi, Grünkohl, Rosenkohl, auch Weißkohl und Rotkohl, grüne Salate, Meerrettich, Tomaten, Zwiebeln, Kartoffeln

Als Obst: Äpfel, Bananen, Kirschen, Orangen, Feigen, Brombeeren, Himbeeren und Erdbeeren

Als Getreide: Vollkornbrot, Vollkornreis, Haferflocken, Hafermehl, Hirse, Amaranth, Quinoa und Weizenkleie.

Als Getränke: Kakao, qualitativ hochwertige Milch, frische Obst- und Gemüsesäfte, magnesiumhaltige Mineralwasser.

Als Fleisch: Pute, Leber, Steak, Huhn, Lamm, (Auch Schwein, wobei Schweinefleisch grundsätzlich nicht verzehrt werden sollte)

Als Fisch: Forelle, Hering, Lachs, Steinbutt, Karpfen

Als Nahrungsergänzung: Algenprodukte, Nahrungsergänzung aus dem Reformhaus oder der Apotheke

Magnesium

Wie Sie schonend mit Ihren Lebensmitteln umgehen können

  • Frische Lebensmittel schnell nach dem Einkauf fachgerecht (lichtgeschützt) aufbewahren und vermeiden Sie unnötig lange Lagerzeiten.
  • Täglich frisches grünes Gemüse, Kräuter und Salat der Saison essen.
  • Statt zu toten Weißmehlprodukten besser zu Vollkornprodukten greifen, denn Magnesium sitzt hauptsächlich in der Schale des Getreides.
  • Gemüse schonend waschen und zügig weiter verarbeiten, damit kein Magnesium verloren geht.
  • Gemüse in wenig Wasser dünsten oder dämpfen. Das Gemüsewasser auf jeden Fall nie wegschütten sondern weiterverwenden, denn Magnesium tritt in das Kochwasser aus.
  • Auf weitestgehend fettarme Kost achten, denn Fett und Eiweiß behindern die Aufnahme von Magnesium.
  • Mineralwasser ab 50 mg Magnesium pro Liter auswählen.
  • Produkte aus echt-biologischem Anbau bevorzugen, weil sie weniger Rückstände als konventionell angebaute enthalten.

Ist Magnesium als Nahrungsergänzung nötig?

Den Körper allein über die Ernährung mit Magnesium ausreichend zu versorgen, ist heutztage nun mal nicht mehr möglich. Es sei denn, Sie sind Selbstversorger im ökologischen Anbau weitab der Zivilisation.

Eine Supplementierung jedoch ist als Ergänzung zu sehen und kein Ersatz für die Lebensmittel. Magnesium schafft es nur im Zusammenspiel mit anderen Vitalstoffen, seine gesundheitliche Wirkung zu entfalten. Achten Sie auf die Vielseitigkeit Ihres Essens. Lassen Sie Ihre Blutwerte messen, testen Sie selber die Wirkung der Einnahmen oder des Weglassens.

Ein Mangel an Magnesium jedoch führt unweigerlich zur Fehlfunktion des Körpers! Magnesium ist ein Tausendsassa, denn dieses Mineralsalz ist als Coenzym an über 300 Stoffwechselprozessen beteiligt. Vorbeugen ist in jedem Fall besser als später behandeln.

Wer auf die Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittel mit Verdauungsstörungen reagiert, ändert die Höhe der Dosis oder versorgt sich im Zweifelsfall äußerlich mit Magnesiumöl. Wie Sie es selber zubereiten und anwenden können, lesen Sie hier.

Experten raten von einer gleichzeitigen Einnahme der Nahrungsergänzungsmittel Kalzium und Magnesium ab, da das die Aufnahme des Körpers hemmen kann. Auch Alkohol, Medikamente und Konservierungsstoffe beeinträchtigen die Aufnahme von Magnesium. Von den Herstellern wird empfohlen, am Abend Magnesium zuzuführen. Bei größerer Dosis kann die Aufnahme über den Tag verteilt sein. Kaufen Sie sich ein qualitativ hochwertiges Magnsesiumpräparat aus der Apotheke oder aus dem Reformhaus, am besten als Magnesiumcitrat, das sehr gut vom Körper aufgenommen wird. Vermeiden Sie Billigprodukte aus dem Supermarkt.